Projekte

seit 2015
Journal für Medienlinguistik
Wissenschaftliche Open-Access-Zeitschrift (Launch: 2018), gemeinsam mit Konstanze Marx und Matthias Meiler, gefördert durch die DFG

Das Journal für Medienlinguistik (jfml) füllt ein Desiderat in der sprachwissenschaftlichen Forschungslandschaft, da weder im deutsch- noch im englischsprachigen Bereich bisher ein Publikationsorgan existiert, das die medienlinguistische Diskussion zusammenführt und damit zur Profilierung dieser Fachdisziplin beiträgt. Die Form der digitalen Publikation nach den Maßstäben des Open Access ermöglicht eine schnelle und weite Verbreitung von einschlägigen Forschungsergebnissen. Die Kombination von wissenschaftlicher Fachzeitschrift mit einem interaktiven Open-Peer-Review-Verfahren und kommentierbaren Blogstracts nutzt die Möglichkeiten digitaler Publikationen auf eine innovative und die Entwicklung der Wissenschaftskommunikation fördernde Art. So werden wissenschaftliche Ergebnisse multimodal und digital präsentierbar, das Qualitätssicherungsverfahren transparent und qualitativ hochwertig gestaltet und Inhalte frei verfügbar und diskutierbar gemacht. Die kostenfreie Kooperation mit einem etablierten Partner auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur garantiert die nachhaltige, freie Verfügbarkeit wissenschaftlicher Publikationen.

seit 2013
Sprache, Medien & Raum – Protestdiskurse in digitalen Medien
Dissertationsprojekt im DFG-Graduiertenkolleg „Locating Media“, Universität Siegen

Im Forschungsprojekt werden kommunikative Medienpraktiken im Kontext politischer Proteste untersucht. Der Fokus liegt hierbei auf Interaktionen in digitalen Medien. Anhand zweier Fallstudien soll die Frage geklärt werden, welche raumbezogenen bzw. raumkonstitutiven Diskurs- und Medienpraktiken von den Protestteilnehmer_innen unter welchen situativen Bedingungen in digitalen Medien vollzogen werden bzw. wie Situationen dabei interaktional konstruiert werden. Das Projekt wird durch Prof. Dr. Stephan Habscheid (Siegen) betreut.

 

2010 – 2013
Deliberation im Netz: Formen und Funktionen des digitalen Diskurses am Beispiel des Microblogging-Systems Twitter
Teilprojekt des DFG-Schwerpunktprogramms „Mediatisierte Welten“, Projektleitung Prof. Dr. Caja Thimm, Universität Bonn

Geprägt durch die stark zunehmende Verbreitung von Social Media gewinnen digitale Partizipationskulturen in Politik und Gesellschaft neuen Stellenwert. Aufbauend auf der in der ersten Projektphase entwickelten Grundkonzeption von Online-Deliberation, die sich auf Modelle deliberativer Demokratietheorien stützt, wird in der aktuellen Forschungsphase eine handlungstheoretische Vertiefung verfolgt.
Basierend auf der These, dass durch das Internet neue Optionen politischer Partizipation entstehen, wurde zunächst das kommunikative Handeln von Politikern, Bürgern und Medien im Umfeld von deutschen Landtagswahlkämpfen auf Twitter untersucht. Mithilfe von Tweetanalysen (Inhaltsanalyse, Sprechaktanalyse, Argumentationsanalyse) wurde geprüft, wie in diesem digitalen Umfeld politische Themen argumentativ ausgehandelt werden. Das Projekt läuft bis September 2016 im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Mediatisierte Welten“ unter Leitung von Prof. Dr. Friedrich Krotz (Bremen).